Tätigkeitsbericht des Vorstandes (2015-2018)

Der Vorstand der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ und Altkurator Manfred Copony vor dem Bürgerzentrum in Brackenheim. Foto: Petra Reiner

Liebe Brenndörfer, liebe Freunde!

Der Vorstand der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" blickt zurück auf eine Amtszeit, in der dank des ehrenamtlichen Einsatzes wieder sehr viel geleistet wurde. Neben dem 12. Nachbarschaftstag vor drei Jahren in Brackenheim wurden im Jahr 2016 das erste Heimattreffen in Brenndorf und eine Busreise organisiert. 2017 wurde die Südfront der evangelischen Kirche in Brenndorf renoviert. Der Vorstand wurde tatkräftig von Otto Gliebe, dem Gründungsvorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer", unterstützt. Er hat dankenswerterweise den Kontakt zu unseren Mitgliedern gepflegt und hohe Maßstäbe für die Dokumentation der Mundart und die Geschichte Brenndorfs gesetzt. Die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" (HOG Brenndorf) setzt sich weiter mit viel Kraft dafür ein, die Gemeinschaft fortzuführen, das Bewusstsein für unsere siebenbürgisch-sächsische Herkunft und Geschichte wach zu halten und auf die Bedürfnisse unserer Landsleute einzugehen.

Dieser Bericht wird im Pfingstheft 2018 veröffentlicht und beim 13. Nachbarschaftstag am 29. September 2018 in Brackenheim zur Diskussion und Abstimmung gestellt. Da über die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft regelmäßig und ausführlich in unseren Heimatbriefen berichtet wurde, fassen wir im Folgenden die Entwicklungen der letzten drei Jahre zusammen.

 

Zwölfter Nachbarschaftstag in Brackenheim

Der zwölfte Nachbarschaftstag der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" (HOG Brenndorf) war ein großer Erfolg, gemessen an der hohen Zufriedenheit und guten Stimmung unter den 320 Besuchern, die sich am 26. September 2015 im Bürgerzentrum in Brackenheim einfanden. Den Gottesdienst hielt Pfarrer Helmut Kramer, musikalisch unterstützt vom Brenndörfer Kirchenchor unter der organisatorischen Leitung von Detlef Copony (Dirigentin: Melitta Wonner). In der Mitgliederversammlung wurden alle Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Die verjüngte Blaskapelle Brenndorf spielte erstmals unter der Leitung von Holger Darabas und erfreute mit vertrauten heimatlichen Klängen. Abends spielte die Akustik-Band" zum Tanz und zur Unterhaltung auf. Einen reibungslosen organisatorischen Ablauf des Treffens sicherte Volker Kreisel, stellvertretender Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, unterstützt von seinem Helferteam.

 

Brenndörfer Wörterbuch

Das Wörterbuch der Brenndörfer Mundart" ist im Dezember 2015 erschienen. Um die Aussprache des Brenndörfer Dialektes für unsere Nachkommen zu dokumentieren, hatte Otto Gliebe schon im Jahr 2011 die DVD Åf der Häifzet brecht em vill. Hochzeitsbräuche aus Brenndorf" verfasst und herausgegeben. Die positive Resonanz auf die Hochzeitbräuche hat Otto Gliebe angespornt, seine schon früher begonnene Sammlung des Brenndörfer Dialektes mit mehr Nachdruck zu betreiben und 9.000 Wörter in dem Wörterbuch der Brenndörfer Mundart" mit dem Untertitel Wei as Bronnɉdeufǝrn der Schnuǝwǝl gǝwuǝßǝn as“ zu erfassen. Um unsere Mundart möglichst originalgetreu in schriftlicher Form wiederzugeben, hat Otto Gliebe eine Lautschrift entwickelt. Beraten wurde er dabei von Pfarrer i. R. Bernddieter Schobel und Hanni Markel, die gemeinsam die Mundartecke SachseschWält" in der Siebenbürgischen Zeitung betreuen. Hanni Markel hat das Wörterbuch einer aufwändigen Korrektur unterzogen und ein Vorwort geschrieben. Hugo Thiess hat eine Liste von ausgewählten Brenndörfer Wörtern vorgelesen. Die Audioaufnahmen sind auf einer CD zu hören, die dem Wörterbuch beigelegt wird. Das Wörterbuch der Brenndörfer Mundart", inklusive CD, kostet 12 Euro, zuzüglich Porto, zu bestellen bei Otto Gliebe, Ringstraße 49, 91522 Ansbach, E-Mail: otto@gliebe.de. Wir danken Otto Gliebe für diese außerordentliche Leistung. Brenndorf ist damit einer der wenigen Orte Siebenbürgens, die ein Wörterbuch des Ortsdialekts haben.

 

Heimatbrief sehr beliebt

Die Briefe aus Brenndorf", die seit 1976 jeweils zu Pfingsten und Weihnachten erscheinen, werden seit 2005 mit farbigem Umschlag und in hochwertigem Offsetdruck in der Druckerei Jägerhuber in Starnberg hergestellt. Seit der Folge 81 von Pfingsten 2016 erscheint der Heimatbrief komplett in Farbe und ist damit noch attraktiver für unsere Leser geworden. Heimatkundliche Beiträge tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Geschichte und Kultur Brenndorfs wach zu halten. Das von Siegbert Bruss erstellte Heimatblatt ist gleichzeitig eine lebendige Chronik, die über alle aktuelle Ereignisse in der neuen und alten Heimat informiert. Damit die Briefe aus Brenndorf" auch künftig über die wichtigsten Familienereignisse berichten können, rufen wir euch alle auf, uns mitzuteilen, wenn eure Kinder konfirmiert werden, wenn sie heiraten, wenn sich Nachwuchs einstellt oder sich die Anschriften ändern. Bitte alle Familienereignisse an Hugo Thiess mitteilen. Die Heimatbriefe erscheinen zurzeit in einer Auflage von 700 Stück und werden dankenswerterweise von Edmund Seimen mit Unterstützung seiner Mutter Sigrid Seimen jeweils vor Pfingsten und Weihnachten versandt.

 

Dokumentation des Brenndörfer Dialekts

Die Burzenländer Mundartdichter haben bei einem Treffen im Mai 2013 in Mönchsroth vorgeschlagen, in alle Burzenländer Heimatbriefe eine Seite mit Bräuchen, Gedichten oder Geschichten einzuführen. Diese Anregung hat Otto Gliebe umgesetzt. Er betreut seit dem Weihnachtsheft 2013 regelmäßig eine Mundart-Seite mit lustigen Begebenheiten in den Briefen aus Brenndorf".

 

Die Geschichte Brenndorfs bekannt gemacht

Die Gemeinde Brenndorf im Burzenland ist reich an Geschichte und Kultur, was uns mit berechtigtem Stolz erfüllt. In den Briefen aus Brenndorf" beleuchten wir daher besondere Leistungen und Persönlichkeiten. Wir führen hier einige Schwerpunktthemen auf, die in den letzten drei Jahren im Heimatbrief behandelt wurden. Die Kirchenglocken und die Turmuhr der evangelischen Kirche in Brenndorf wurden im Pfingstheft (Folge 81) dokumentiert. Ebenfalls in der Folge 81 wurde ein umfassender Rückblick zum 40-jährigen Bestehen der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" veröffentlicht. 2017 wurde weltweit das Reformationsjubiläum gefeiert: Vor 500 Jahren hatte Martin Luther seine 95 Thesen bekannt gegeben. Ein Aufsatz zu Thema Die Reformation im Burzenland" erschien in der Folge 83 der Briefe aus Brenndorf". Im Weihnachtsheft 2016 (Folge 82) gedachten wir der Menschen, die ihr Leben vor hundert Jahren bei Kriegshandlungen im Burzenland verloren hatten. Vor 650 Jahren, am 23. Juni 1368, wurde Brenndorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir im Pfingstheft 2018 (Folge 85) eine Dokumentation des Historikers und Pfarrers Hellmut Klima (1915-1990) über die ältesten Urkunden aus Brenndorf.

 

Familienforschung und Familiennachrichten

Die Familienforschung wird unter Anwendung moderner PC-Programme fortgeführt. Hugo Thiess nimmt regelmäßig am Erfahrungsaustausch siebenbürgischer Familienforscher teil. Er hat bereits über elftausend Personen, die seit 1718 in Brenndorf gelebt haben, im Genealogieprogramm Gen_Plus erfasst, und zwar als Vorarbeit für ein Brenndörfer Ortsfamilienbuch, das mittelfristig herausgegeben werden soll. Ebenso betreut Hugo die Familiennachrichten in den Briefen aus Brenndorf" und schreibt auch die Kondolenzkarten an trauernde Familienangehörige, eine Aufgabe, die Otto Gliebe aus gesundheitlichen Gründen im Herbst 2017 abgegeben hat. Wir danken unserem Ehrenvorsitzenden Otto Gliebe für diesen herausragenden Dienst, den er seit Gründung der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" im Jahr 1976 an alle Brenndörfer erbracht hat. Eine andere Aufgabe jene der Gratulation an Altersjubilare hat Herta Seimen-Sperlich übernommen. Sie schreibt Glückwunschkarten an alle Brenndörfer zum 60., 65., 70., 75., 80. Geburtstag und danach jährlich zu ihrem Jubelfest.

 

Brenndörfer Trachtengruppe

Die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" hat am Pfingstsonntag, dem 11. Mai 2008, erstmals mit einer eigenen Trachtengruppe am Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl teilgenommen. Neun Mal in Folge hat die Brenndörfer Trachtengruppe unsere Heimatgemeinde würdig beim Festumzug des Heimattages vertreten. Da die Resonanz in den letzten Jahren abgenommen hat (2008 hatten wir 28 Trachtenträger, 2016 nur noch 14), hat die Brenndörfer Trachtengruppe beim Heimattag 2017 nicht mitgemacht. 2018 nimmt sie wieder am Festumzug in Dinkelsbühl teil.

Hugo Thiess, der die Trachtengruppe seit 2010 leitet, war auch Ansprechperson für die zehn Brenndörfer Trachtenträger, die im Rahmen der Burzenländer Trachtengruppe am 17. September 2017 am Festumzug des Oktoberfestes in München mitgemacht haben. 152 siebenbürgisch-sächsische Trachtenträger sowie 41 Mitglieder der Vereinigten Burzenländer Blaskapelle stellten dabei die Festtracht des Burzenlandes vor. Ein großer Erfolg waren auch die drei Minuten, die das Bayerische Fernsehen in der Live-Übertragung im Ersten (ARD) den Siebenbürger Sachsen widmete. Der Name der Siebenbürger Sachsen wurde damit ein weiteres Mal positiv in die bundesdeutsche Öffentlichkeit gebracht.

 

Angebote für Jugendliche und Junggebliebene

Die Jugend und Junggebliebenen haben unter der Regie von Norbert Thiess und Gert Mechel eine rege Tätigkeit entfaltet. Von 2009 bis 2015 organisierten sie jährliche Skitreffen im Ferienheim Foischingshof" in der Wildschönau in Tirol. Ebendort fand das achte Skitreffen vom 27.-29. Januar 2017 statt. Seit 2011 veranstalten die beiden Jugendreferenten jeweils im Sommer auch ein Freizeitwochenende mit Kanufahrt im Altmühlthal. Die Termine der drei letzten Jahre waren: 31. Juli bis 2. August 2015, 26. bis 28. August 2016, 4.-6. August 2017. Das nächste Freizeitwochenende findet vom 31. August bis 2. September 2018 statt. Die Teilnehmer pflegen dabei die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unter Brenndörfern.

 

Die Blaskapelle Brenndorf eine wichtige kulturelle Institution

Die Blaskapelle Brenndorf leistet auch heute einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der siebenbürgisch-sächsischen Kultur und Traditionen aus Brenndorf. Deshalb unterstützt die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" die Blaskapelle und hat in einer Vorstandssitzung am 30. Oktober 2004 in Tandern die Grundsätze der Zusammenarbeit zwischen der ‚Dorfgemeinschaft der Brenndörfer‘ und der Blaskapelle Brenndorf" beschlossen.

Hoffnungsvoll stimmt die verjüngte Musikformation, die beim zwölften Nachbarschaftstag in Brackenheim am 26. September 2015 ihren ersten Auftritt unter dem Dirigenten Holger Darabas bestritt. Je sechs bis acht Brenndörfer Musiker nahmen am Burzenländer Musikantentreffen im März 2016 bzw. im März 2018 in Friedrichroda teil. Am 11. Februar 2017 gab es ein Probenwochenende in Steinenbronn bei Böblingen. Am 7. Oktober 2017 spielte die Blaskapelle beim Brenndörfer Regionaltreffen in München. Wir wünschen den Musikanten viel Erfolg und hoffen, dass möglichst viele dem Aufruf von Holger Darabas Folge leisten und die Blaskapelle durch ihren Einsatz stärken.

 

Regionaltreffen in München

Die regionalen Untergliederungen, die Nachbarschaften in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werden von der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" koordiniert, arbeiten aber als selbstständige Gruppen. Sie organisieren kleine Treffen in den Jahren, in denen es kein großes Brenndörfer Treffen gibt. In Bayern hat Annerose Kloos die Stafette von Laura und Hans Darabas übernommen. Das erste von ihr organisierte Regionaltreffen fand am 7. Oktober 2017 im Haus des Deutschen Ostens in München statt, und zwar in der Gaststätte, die Annerose Kloos und ihre Tochter Bettina gepachtet haben. Die Brenndörfer Blaskapelle unter der Leitung von Holger Darabas sorgte für den passenden musikalischen Rahmen.

In Nordrhein-Westfalen organisierten Rainer und Monika Schuster das letzte Regionaltreffen am 1. November 2008 in St. Augustin in Bonn. Wir hoffen, dass weitere Veranstaltungen folgen. Als Veranstaltungsort bietet sich zum Beispiel der kleine Saal des Kulturhauses in Drabenderhöhe an.

Für die Treffen in Baden-Württemberg (das Letzte fand 1999 statt) suchen wir weiterhin Organisatoren und rufen geeignete Ehepaare auf, sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren ermuntern wir die Brenndörfer, dem Beispiel anderer Burzenländer Gemeinden zu folgen und öfter Klassentreffen und Familientreffen zu organisieren. Auch bei diesen Zusammenkünften wird Brenndörfer Gemeinschaft in kleinem, überschaubaren Rahmen gepflegt, es werden Erinnerungen und Neuigkeiten ausgetauscht.

 

Burzenländer Heimatkalender schon zum 26. Mal

Der Burzenländer Heimatkalender wird von den Burzenländer Heimatortsgemeinschaften seit 1993 jährlich unter der Regie des stellvertretenden HOG-Regionalgruppenleiters Udo Buhn (Zeiden) herausgegeben. 2018 erfüllen sich 100 Jahre seit dem Ende des Ersten Weltkrieges. Der Krieg brachte viele Opfer mit sich, auch für die Burzenländer. Zur Erinnerung an die Gefallenen wurden in den Jahren danach in jeder Gemeinde Gedenktafeln und Denkmäler aufgestellt. Diesem Thema widmet sich der Burzenländer Heimatkalender 2018, der in einer Auflage von 4 000 Stück erschienen ist und jenen Landsleuten zugeschickt wurde, die unsere Arbeit moralisch und finanziell unterstützen.

 

Burzenländer Regionalgruppe

Die 15 Burzenländer Heimatortsgemeinschaften beraten jährlich in Crailsheim über Kultur- und Gemeinschaftspflege und planen gemeinsame Projekte wie den Heimatkalender, Erforschung der Wirtschaftsgeschichte, Teilnahme an den Heimattagen in Dinkelsbühl, Austausch unter Ortsgenealogen u.a. Der Erfolg der Burzenländer ist das Ergebnis ihrer ständigen Arbeit sowie der guten Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kirchengemeinden und dem Kronstädter Kreisforum. Die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" ist an den Arbeitstagungen der HOG-Regionalgruppe Burzenland immer gut vertreten und ist dabei bestrebt, dass die Projekte der Burzenländer auch Brenndorf zugute kommen.

 

Adressenverzeichnis

Eine wichtige Aufgabe ist die ständige Überarbeitung unseres Adressenverzeichnisses. Beim Treffen in Brackenheim werden die aktuellen Anschriften unserer Mitglieder ausgehängt, so dass jede/r überprüfen kann, ob seine/ihre Adresse korrekt erfasst ist. Edmund Seimen ist dankbar für jeden Hinweis. Das jüngste Adressenverzeichnis ist im Dezember 2015 erschienen, das nächste Adressheft ist für 2021 geplant.

 

Fotoarchiv

Ein großer Schatz unserer Gemeinschaft ist das Fotoarchiv, das bis 2009 von Uta Martini verwaltet wurde. Ihr Nachfolger ist Gert Mechel. Er baut auf die Arbeit von Volker Kreisel auf und hat zahlreiche Fotos eingescannt und zu einem digitalen Bildarchiv zusammengetragen, das bereits rund viertausend Fotos umfasst. Wir rufen alle Brenndörfer und Freunde auf, alte und neue Fotos nicht zu entsorgen", sondern Gert Mechel, Steylerstraße 46, 86666 Burgheim, Tel.: (0 84 32) 26 36 66, E-Mail: jugend@brenndorf.de, zuzusenden. Fotos sind genauso wichtig wie Briefe, Tagebücher oder andere Unterlagen, sie dokumentieren die Geschichte Brenndorfs und der Brenndörfer.

 

Brenndorf im Internet

Brenndorf ist seit 2001 im weltweiten Datennetz unter der Adresse www.brenndorf.de vertreten. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum (2011) hat Edmund Seimen die Homepage www.brenndorf.de mit einem neuen Design gestaltet. In der Rubrik Aktuelles" erscheinen Berichte, Mitteilungen, Initiativen und Aufrufe der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" sowie Nachrichten über das aktuelle Geschehen in Brenndorf. Die Heimatbriefe sind im pdf-Format archiviert. Unter Links und Publikationen" findet man Internetadressen mit Bezug zu Brenndorf, dem Burzenland und Siebenbürgen. Weitere Infos über Brenndorf sind auch unter der Adresse www.siebenbuerger.de/ortschaften/brenndorf/ abrufbar.

 

Erstes Heimattreffen in Brenndorf

Über 300 Personen, darunter 130 aus Deutschland angereiste Brenndörfer, aber auch viele Burzenländer Freunde, nahmen am 6.-7. August 2016 am ersten Heimattreffen in Brenndorf teil. Beim Festgottesdienst hat Bischof Reinhart Guib gepredigt. Am Samstagnachmittag wurde auf dem Friedhof ein neues Heldendenkmal eingeweiht. Das Denkmal für die Brenndörfer Opfer der beiden Weltkriege und der Russlanddeportation wurde vom Brenndörfer Künstler Reinhardt Schuster gestaltet, der bei der Einweihung zugegen war. Am Sonntagmorgen besuchten wir gemeinsam den Gottesdienst in Petersberg und pflegten damit die besondere Freundschaft, die zwischen den Kirchengemeinden Brenndorf und Petersberg besteht, die beide von Pfarrer Dr. Peter Klein betreut werden. Zudem organisierte die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" eine elftätige Busreise (34 Teilnehmer). Die Resonanz auf das Treffen und die Busreise war sehr positiv. Aus Anlass des Treffens wurde ein automatisches Läutwerk der Kirchenglocken in Betrieb genommen. Seit dem 6. August 2017 wird der renovierte Kirchturm dank einer Initiative von Johannes Weigel (Berlin) abends beleuchtet. Das Bürgermeisteramt hat die Stromkosten für die Beleuchtung des Kirchturms übernommen.

Die Beziehungen der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" zur politischen Gemeinde haben sich seit 2016 schlagartig verbessert. Neuer Bürgermeister ist Sergiu Arsene, der uns für den 4. August 2018 zu einem Begegnungsfest nach Brenndorf einlädt. Unsere Heimatgemeinde feiert heuer 650 Jahre seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung.

Die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" (HOG Brenndorf) hat das Heimattreffen und die Busreise 2016 auf einer Doppel-DVD dokumentiert. Auf der ersten DVD ist ein Videofilm (69 Minuten) zu sehen, die zweite DVD umfasst eine 40 Minuten lange Bilderschau mit 285 Fotos. Zu bestellen ist die Doppel-DVD Erstes Heimattreffen in Brenndorf" zum Preis von 8 Euro, zuzüglich 2 Euro Versand, bei Otto Gliebe.

 

Kirchenrenovierung

Das größte und schwerste Projekt aus Brenndörfer Sicht ist die Renovierung der evangelischen Kirche, die im Mai 1990 von einem Erdbeben beschädigt wurde. Kronstädter Kirchenbezirk trat im Jahr 2004 mit der Bitte an die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" heran, die Kirchenreparatur finanziell zu unterstützen. Diesem Hilferuf ist der Vorstand nachkommen und sammelt seit dem Weihnachtsheft 2004 der Briefe aus Brenndorf" Spenden unter den Mitgliedern der Dorfgemeinschaft". Alle Brenndörfer und deren Freunde wurden aufgerufen, die Kirchenrenovierung durch Spenden zu unterstützen. Viele sind diesem Aufruf nachgekommen. Dafür möchte sich der Vorstand der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" ganz herzlich bedanken. Alle Spender haben gezeigt, dass ihnen das Schicksal der evangelischen Kirche und unseres Kulturerbes auch nach ihrer Auswanderung nicht gleichgültig ist.

Erste Sicherungsmaßnahmen an der Kirche in Brenndorf wurden schon von Mai bis Juli 2004 durchgeführt. 2013 wurden gleich zwei Bauetappen durchgeführt. Von März bis Juli 2013 wurde die Saaldecke repariert und gemalt, der Kirchhof abgesenkt und gepflastert, eine Abflussrinne wurde eingerichtet und das Fundament der Kirche repariert. Von September bis Mitte November 2013 wurden die Innenwände der Kirche repariert und neu gemalt, die Kirchentraufe wurde mit neuen Ziegeln gedeckt. In einem von Bischof Reinhart Guib zelebrierten Gottesdienst wurde die Kirche am 8. Dezember 2013 wieder eingeweiht, die 13 Jahre lang aus Sicherheitsgründen für Gottesdienste und Besucher gesperrt war.

Der Kirchturm wurde von Oktober 2014 bis Juli 2015 renoviert. Den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten feierten wir in einem Dankesgottesdienst am 26. Juli 2015 ebenfalls mit Bischof Guib.

Vom 30. Juli bis 30. September 2017 wurden die ganze Südseite des Kirchenschiffes und die zur Südseite hin gerichtete halbe Apsis sowie die Eingänge an der West- und Südseite renoviert. Die Bauarbeiten in Höhe von insgesamt 32.671 Euro wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit einem Betrag von 27.671 Euro gefördert. Zudem wurden Eigenmittel in Höhe von 5.000 Euro (Kirchengemeinde Brenndorf und Dorfgemeinschaft der Brenndörfer je 2.500 Euro) eingesetzt.

Zum Abschluss der Maßnahme fand am 1. Oktober 2017 ein Dankesgottesdienst in der evangelischen Kirche Brenndorf mit anschließender Feier im evangelischen Pfarrhaus statt. Rund 100 Teilnehmer gedachten nicht nur des 500. Reformationsjubiläums, sondern feierten auch Erntedank und den Abschluss der Renovierung an der Südseite der evangelischen Kirche in Brenndorf. Die Predigt hielt Synodialsenior Daniel Ženatý von der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, der mit seiner Gattin aus Prag (Tschechien) angereist war.

Wir hoffen, die Restaurierung der evangelischen Kirche in Brenndorf weiterzuführen und durch die Restaurierung der nördlichen Außenseite im Jahr 2019 abzuschließen.

 

Hilfe für Brenndorf

Die evangelische Diasporagemeinde Brenndorf zählt zurzeit 43 Seelen, davon 14 bei der Zuckerfabrik und 29 in Brenndorf. Betreut wird die Gemeinde von Pfarrer Dr. Peter Klein (Petersberg). Am 25. Februar 2018 haben die Wiederholungswahlen der evangelischen Diasporagemeinde Brenndorf stattgefunden. Emilia Schuster wurde als Kuratorin gewählt, die beiden anderen Mitglieder des Kirchenrats sind Marianne Colţa (Zuckerfabrik) und Klaus Schuster. Seit dem 29. November 2009 war Manfred Copony Kurator (Ansprechperson).

Mit der Kirchengemeinde arbeitet die HOG Brenndorf sehr gut zusammen, was sehr wichtig ist, um unseren Landsleuten helfen zu können. Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 hat die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" die Bindung zu Brenndorf stets aufrechterhalten. Nach der Wende wird den dort Verbliebenen durch die Weihnachtsbescherung, die jedes Jahr allen Familien der Kirchengemeinde überreicht wird, geholfen. Gemeinschaftsfeste wie Adventsfeiern oder die Zusammenkünfte, die nach den monatlichen Gottesdiensten im Pfarrhaus stattfinden, fördern den Zusammenhalt. Brennpunkt des Geschehens ist das Pfarrhaus, wo seit Mai 2008 vier Gästezimmer für Besucher bereitstehen. Manfred Copony hat die vier Gästezimmer mit viel Liebe renovieren und fertigstellen lassen.

 

Friedhofspflege

Die Besitzer von Familiengräbern, die heute zum Großteil in Deutschland leben, fühlen sich weiterhin in der Verantwortung, der Gemeinschaft zugehörig und spenden im Sinne ihrer verstorbenen Vorfahren regelmäßig für die Friedhofspflege in Brenndorf. Diese Spenden werden aus den Rücklagen der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" auf 1.800 Euro pro Jahr aufgestockt.

Von 2008 bis 2017 wurde der Friedhof von drei Personen gepflegt: Hans Zacharias, Manfred Copony und Hilda Schuster. Die Gräber und Stege wurden mehrmals im Jahr gesäubert, die Hecken wurden zwei Mal geschnitten und das Gras wird zwei Mal gemäht.

Für die Pflege aller Gräber konnte ab Frühjahr 2018 Attila Tartler aus Marienburg gewonnen werden. Er spricht ungarisch und rumänisch, ist mit einer Viertel Norm beim Bezirkskonsistorium in Kronstadt angestellt und pflegt bereits den Friedhof in Marienburg. Für die restlichen Friedhofsarbeiten in Brenndorf, das sind Heckenschneiden (2 x im Jahr), Spritzen der Stege (3 - 4 Mal), Grasmähen (innen und vor dem Friedhof, 2-3 Mal im Jahr), Pflege der Heldengräber (ohne Blumenbepflanzung), ist Manfred Copony zuständig.

 

Beiträge und Spenden

Die Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" betreut in Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz, Schweden, den USA und Kanada etwa 600 Familien. Etwa drei Viertel von ihnen sind aktive Mitglieder, die die Arbeit des Vorstandes durch freiwillige Spenden regelmäßig unterstützen. Der überwiegende Teil der Brenndörfer kommt diesen Pflichten also gewissenhaft nach. Auf dieser Grundlage kann auch die Dorfgemeinschaft ihre Aufgaben zum Wohle unserer Landsleute erfüllen. Als Gegenleistung erhalten unsere Mitglieder regelmäßig die Heimatbriefe und den Burzenländer Kalender zugeschickt.

Der Vorstand dankt euch für jede Spende, die auf das Konto der Dorfgemeinschaft eingezahlt wurde, und versichert, dass diese Gelder ausschließlich unserer Gemeinschaft zugute kommen.

Wer sich über die Buchführung informieren möchte, kann die Unterlagen bei Kassenwart Edmund Seimen während des dreizehnten Nachbarschaftstages in Brackenheim einsehen.

 

Aufruf zum Mitwirken

Es ist wichtig, dass sich stets aufs neue Brenndörfer finden, die ehrenamtliche Aufgaben im Vorstand übernehmen und sich für unsere Gemeinschaft einsetzen. Entscheidend ist auch die Weitergabe unserer Traditionen, unserer Mundart und anderer Werte an die junge Generation, was vor allem in der Familie geschehen sollte. Wir sind auf wenn möglich höhere Spenden aller Brenndörfer angewiesen, um unsere Gemeinschaft und Kultur auch künftig pflegen zu können. Deshalb rufen wir alle Brenndörfer auf, unsere Dorfgemeinschaft und unseren Heimatort Brenndorf nach Kräften zu unterstützen.

Siegbert Bruss