Tätigkeitsbericht des Vorstandes(2012–2015)

Siegbert Bruss berichtet über die Aktivitäten der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer

 

Liebe Brenndörfer Landsleute, liebe Freunde,

 

wir blicken zurück auf eine Amtszeit, in der mit sicherer, ruhiger Hand sehr viel geleistet wurde. Die schwerste Aufgabe ist die Kirchenrenovierung in Brenndorf, bei der entscheidende Fortschritte erzielt wurden und Hoffnung auf einen erfolgreichen Abschluss besteht. Die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) setzt sich weiter mit viel Kraft dafür ein, die Gemeinschaft fortzuführen, das Bewusstsein für unsere siebenbürgisch-sächsische Herkunft und Geschichte wach zu halten und auf die Bedürfnisse unserer Landsleute einzugehen. Die Vorstandsmitglieder der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ sind zum überwiegenden Teil seit zwölf Jahren in ihrem Amt tätig und haben sich als Team bewährt. Sie werden tatkräftig von Otto Gliebe, dem Gründungsvorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“, unterstützt. Er hilft, den Kontakt zu unseren Mitglieder zu pflegen, und ist die treibende Kraft, die unsere Mundart und die Geschichte Brenndorfs vorbildlich dokumentiert.
Dieser Bericht wird im Pfingstheft 2015 veröffentlicht, zur Diskussion gestellt und beim zwölften Nachbarschaftstag am 26. September 2015 in Brackenheim zur Abstimmung vorgelegt. Da über die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft regelmäßig und ausführlich in unseren Heimatbriefen berichtet wurde, fassen wir im Folgenden die Entwicklungen der letzten drei Jahre zusammen.

 

Elfter Nachbarschaftstag in Brackenheim
Beim elften Nachbarschaftstag der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) am 22.-23. September 2012 in Brackenheim ist eine Epoche zu Ende gegangen: Die Blaskapelle Brenndorf spielte zum letzten Mal unter der Leitung von Walter Dieners. Die „Ehrenurkunde“ der Dorfgemeinschaft wurde folgenden Musikern verliehen: Walter Dieners (Gründungsmitglied, langjähriger Dirigent), Georg That (Gründungsmitglied, Vorstandsmitglied), Hans Otto Martini, Fritz Copony (Gründungsmitglied), Otto Gliebe (Dirigent, Chronist), Horst Hergetz (Vorstandsmitglied), Martin Jekel, Hans Schmidts, Reinhold Mechel, Gerold Jekel, Paul Klöss und Pfarrer i.R. Helmut v. Hochmeister, dem wir auch als außergewöhnlichem Förderer der Gemeinschaft gedankt haben. Die Blasmusik Brenndorf hat einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der siebenbürgisch-sächsischen Kultur und Traditionen in Brenndorf geleistet. Deshalb fördert die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ die Auftritte der Blaskapelle moralisch und finanziell. In der Blaskapelle rückt nun die mittlere und jüngere Generation nach. Neuer Dirigent ist Holger Darabas, unterstützt von Berthold Kreisel und Hartmut Darabas. Wir wünschen der Blaskapelle viel Erfolg in der Fortführung einer großen Brenndörfer Tradition.
Rund 300 Gäste trafen sich vor drei Jahren im Bürgerzentrum in Brackenheim, um unsere Gemeinschaft zu pflegen und sich zu unterhalten. Eröffnet wurde der Nachbarschaftstag mit einem Gottesdienst, den Dekan i.R. Hermann Schuller, Vorsitzender der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD, hielt. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor Brenndorf mitgestaltet, der unter der organisatorischen Leitung von Detlef Copony steht und musikalisch von der Organistin Melitta Wonner geleitet wird. Vorsitzender Siegbert Bruss legte den Tätigkeitsbericht für die Amtszeit 2009-2012 vor und rief alle Brenndörfer auf, unsere siebenbürgisch-sächsischen Werte zu leben und sich in die Gemeinschaft einzubringen. Alle Vorstandsmitglieder der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ wurden für eine Amtszeit von drei Jahren wieder gewählt. Die Blaskapelle Brenndorf begeisterte am Nachmittag mit heimatlichen Klängen. Abends spielten die „Silver Stars“ zum Tanz auf. Einen reibungslosen organisatorischen Ablauf des Treffens sicherte Volker Kreisel, stellvertretender Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, unterstützt von Benno Wagner und Sibille Dworschak.

 

Brenndörfer Wörterbuch
Um die Aussprache des Brenndörfer Dialektes für unsere Nachkommen zu dokumentieren, hat Otto Gliebe im Jahr 2011 die DVD „Åf der Häifzet brecht emvill. Hochzeitsbräuche aus Brenndorf“ verfasst und herausgegeben. Die DVD kam bei den Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Österreich gut an. Es wurden über 220 Stück bestellt, die meisten von Brenndörfern, aber auch über 60 Stück von anderen Burzenländern und Altländer Sachsen.
Diese positive Resonanz hat Otto Gliebe angespornt, seine schon früher begonnene Sammlung des Brenndörfer Dialektes mit mehr Nachdruck zu betreiben und 9.000 Wörter in dem Wörterbuch„Wei asBronnɉdeufǝrn der Schnuǝwǝlgǝwuǝßǝnas“ zu erfassen. Um unsere Mundartmöglichst originalgetreu in schriftlicher Form wiederzugeben, hat OttoGliebe eine Lautschrift entwickelt. Beraten wurde er dabei von Pfarrer i. R. Bernddieter Schobel, einem Enkel unseres Brenndörfer Prediger-Lehrers Georg Schobel, und Hanni Markel, die gemeinsam die Mundartecke „SachseschWält“ in der Siebenbürgischen Zeitung betreuen. Frau Hanni Markel hat das Wörterbuch einer aufwändigen Korrektur unterzogen und ein Vorwort in Aussicht gestellt. Hugo Thiess hat eine Liste von ausgewählten Brenndörfer Wörtern vorgelesen. Die Audioaufnahmen sind auf einer CD zu hören, die dem Wörterbuch beigelegt wird.
DasWörterbuchwird voraussichtlich beim 12. Nachbarschaftstag in Brackenheim präsentiert und zum Verkauf angeboten. Das Buch inklusive CD kostet 12 Euro, zuzüglich Porto, zu bestellen bei Otto Gliebe, Ringstraße 49, 91522 Ansbach, oder telefonisch unter (09 81) 33 94 oder per E-Mail unter otto@gliebe.de.
Wir danken Otto Gliebe für diese außerordentliche Leistung, Brenndorf ist eine der wenigen Orte Siebenbürgens, die ein Wörterbuch des Ortsdialekts haben.

 

Dokumentation des Brenndörfer Dialektes
Die Burzenländer Mundartdichter haben bei einem Treffen im Mai 2013 in Mönchsroth vorgeschlagen, in alle Burzenländer Heimatbriefe eine Seite mit Bräuchen, Gedichten oder Geschichten einzuführen. Diese Anregung hat Otto Gliebe umgesetzt. Er betreut seit dem Weihnachtsheft 2013 regelmäßig eine Mundart-Seite mit lustigen Begebenheiten in den „Briefen aus Brenndorf“.
Die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ hat als erste Heimatortsgemeinschaft Siebenbürgens eine Mundartsendung auf „Radio Siebenbürgen“ gestaltet. In der 36 Minuten langen Sendung wurden unter der Moderation von Siegbert Bruss aktuelle Informationen über Brenndorf geboten und an das Leben von früher erinnert. Dabei kamen Hugo Thiess und Eva Stamm (Auszüge aus der Hochzeits-DVD) zu Wort. Otto Gliebe gab in einem Interview Auskunft über seine Arbeit am Brenndörfer Wörterbuch. Die Sendung wurde am 7., 21., 26. und 28. Oktober 2014 ausgestrahlt und kann als mp3-Datei unter www.radio-siebenbuergen.de gehört werden.

 

Die Geschichte Brenndorfs bekannt gemacht
Die Gemeinde Brenndorf im Burzenland ist reich an Geschichte und Kultur, was uns mit berechtigtem Stolz erfüllt. In den „Briefen aus Brenndorf“ beleuchten wir daher besondere Leistungen und Persönlichkeiten. Wir führen hier einige Schwerpunktthemen der letzten drei Jahre auf. Das Altarbild „Jesus im Garten Gethsemane“, das der akademische Maler Carl Dörschlag 1869 für die Kirche in Brenndorf gemalt hat, wurde von Dekan i.R. Hermann Schuller in der Siebenbürgischen Zeitung vom 25. März 2013 und in der Folge 75/2013 der „Briefe aus Brenndorf“ gedeutet. Ebenfalls in der Folge 75 wurde der bedeutende Schriftsteller und Theologe Damasus Dürr (1535-1585), geboren in Brenndorf, von Pfarrer i.R. Walther Seidner gewürdigt. Die Zuckerfabrik Brenndorf hat das Burzenland erheblich nach vorne gebracht und war ein Vorbild für die Lebensmittelindustrie Rumäniens. Sie wurde 1889 gegründet. Aus Anlass des 125-jährigen Gründungsjubiläums schrieb der Historiker Dr. Volker Wollmann einen ausführlichen Artikel über die Zuckerfabrik, veröffentlicht in der Siebenbürgischen Zeitung vom 20. November 2014 und im Weihnachtsheft 2014 (Folge 78) der „Briefe aus Brenndorf“.
Otto Gliebe hat sich für die Aufnahme des evangelischen Friedhofs in Brenndorf in das Register der „Weltkriegsopfer“ eingesetzt, siehe Folge 74 von Weihnachten 2012.
„Die Kirche in Brenndorf ist einen Besuch wert“ – Unter diesem Titel haben wir in der Folge 77/2014 Informationen und geschichtliche Daten über die evangelische Kirche in Brenndorf geliefert.

 

Mit eigener Trachtengruppe in Dinkelsbühl
Die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ hat am Pfingstsonntag, dem 11. Mai 2008, erstmals mit einer eigenen Trachtengruppe am Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl teilgenommen. Seither nehmen die Brenndörfer jedes Jahr am Festumzug teil, seit 2010 leitet Hugo Thiess die Gruppe. Wir rufen alle Brenndörfer auf, Jahr für Jahr mitzumachen, damit Brenndorf würdevoll beim Festumzug in Dinkelsbühl vertreten ist.

 

Angebote für Jugendliche und Junggebliebene
Die Jugend und Junggebliebenen haben unter der Regie von Norbert Thiess und Gert Mechel eine rege Tätigkeit entfaltet. Seit 2009 organisieren sie die alljährlichen Skitreffen im Ferienheim „Foischingshof“ in der Wildschönau in Tirol. Seit 2011 wird jeweils im Sommer ein Freizeitwochenende mit Kanufahrt im Altmühlthal organisiert. Die Teilnehmer pflegen dadurch die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unter Brenndörfern.

 

Heimatbrief sehr beliebt
Die „Briefe aus Brenndorf“, die seit 1976 jeweils zu Pfingsten und Weihnachten erscheinen, werden seit 2005 mit farbigem Umschlag und in hochwertigem Offsetdruck in der Druckerei Jägerhuber in Starnberg hergestellt. Heimatkundliche Beiträge tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Geschichte und Kultur Brenndorfs wach zu halten. Unser Heimatblatt ist gleichzeitig eine lebendige Chronik, die über alle aktuelle Ereignisse in der neuen und alten Heimat informiert. Damit das Heimatblatt auch künftig über die wichtigsten Familienereignisse berichten kann, rufen wir euch alle auf, uns mitzuteilen, wenn eure Kinder heiraten, wenn sich Nachwuchs einstellt oder sich die Anschriften ändern. Todesfälle bitte immer Otto Gliebe oder Hugo Thiess mitteilen. Die Heimatbriefe erscheinen zurzeit in einer Auflage von 700 Stück.

 

Familienforschung
Die Familienforschung wird unter Anwendung moderner PC-Programme fortgeführt. Hugo Thiess nimmt am Erfahrungsaustausch siebenbürgischer Familienforscher teil. Auf der Burzenländer Arbeitstagung am 21. April 2012 in Crailsheim wurde er zum Sprecher der Burzenländer Genealogen gewählt. Er erfasst Hochzeiten, Geburten und Todesfälle mit dem Programm Gen_Plus als Vorarbeit für ein Brenndörfer Ortsfamilienbuch, das mittelfristig herausgegeben werden soll.

 

Rente für Russlanddeportation und Zwangsumsiedlung
Deutsche aus Rumänien, die politische Opfer der Deportation in die Sowjetunion (1945-1949) oder der Zwangsumsiedlung (Evakuierung) in den fünfziger Jahren in das Szeklerland, Elisabethstadt usw. sind, werden durch das Dekret 118/1990 entschädigt. Auf Initiative des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland wurde das Gesetz 211/2013 verabschiedet, so dass auch die im Ausland lebenden politischen Opfer und die Hinterbliebenen (nicht wiederverheiratete Ehepartner) in den Genuss der Entschädigung kommen. Laut einstimmigem Beschluss des rumänischen Parlaments vom 11. März 2015 werden die Leistungen für die Opfer der kommunistischen Diktatur gemäß Dekret 118/1990 ab 1. Juli 2015 verdoppelt: für ein Jahr Deportation nach Russland oder Zwangsumsiedlung werden monatlich rund 100 Euro, bei fünf Jahren also ca. 500 Euro Entschädigung gezahlt.
In den „Briefen aus Brenndorf“, Folge 75/ 2013, haben wir auf dieses Entschädigungsgesetz hingewiesen. Wir konnten mehrere Brenndörfer, die nach Russland deportiert wurden, unterstützen, indem wir den Kontakt zur Geschäftsstelle des Verbandes der Siebenbürger Sachsen herstellten, so dass sie beraten wurden und in den Genuss der Entschädigung gekommen sind. Weitere Anträge können gestellt werden, es gibt keine Fristen.

 

Burzenländer Heimatkalender schon zum 23. Mal
Die Kalender werden von den Burzenländer Heimatortsgemeinschaften seit 1993 jährlich herausgegeben und erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Der Kalender 2015 erschien in einer Auflage von 5.200 Exemplaren und war den Kelchen und Kannen gewidmet. Für uns Brenndörfer war es besonders erfreulich, dass der Abendsmahlskelch mit Köcher und Patene aus Brenndorf (Anfang des 19. Jahrhunderts) das Titelbild des Kalenders schmückte.
Den Kalender 2016 gestaltet der Maler Erhard Wächter Bilder mit Motiven aus allen Burzenländer Gemeinden. Der Kalender wird weiterhin jenen Landsleuten zugeschickt, die unsere Arbeit moralisch und finanziell unterstützen.

 

Burzenländer Regionalgruppe
Die 15 Burzenländer Heimatortsgemeinschaften beraten jährlich in Crailsheim über Kultur- und Gemeinschaftspflege und planen gemeinsame Projekte wie den Heimatkalender, Erforschung der Wirtschaftsgeschichte, Teilnahme an den Heimattagen in Dinkelsbühl, Austausch unter Ortsgenealogen u.a. Der Erfolg der Burzenländer ist auf eine kontinuierliche Arbeit und eine gute Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kirchengemeinden und dem Kronstädter Kreisforum zurückzuführen. An den Tagungen ist die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ immer gut vertreten und ist bestrebt, dass die Projekte der Burzenländer auch Brenndorf zugute kommen.

 

Adressenverzeichnis
Eine wichtige Aufgabe ist die ständige Überarbeitung unseres Adressenverzeichnisses. Beim Treffen in Brackenheim werden die aktuellen Anschriften unserer Mitglieder ausgehängt, so dass jede/r überprüfen kann, ob seine/ihre Adresse korrekt erfasst ist. Edmund Seimen ist dankbar für jeden Hinweis. Im Dezember 2015 werden wir euch ein neues, aktuelles  Adressenverzeichnis zuschicken.
Bitte teilt uns die Anschriften eurer volljährigen Kinder mit, geboren bis zum 1. Dezember 1997, damit wir sie  ins  Verzeichnis aufnehmen.

 

Fotoarchiv
Ein großer Schatz unserer Gemeinschaft ist das Fotoarchiv, das bis 2009 von Uta Martini verwaltet wurde. Ihr Nachfolger ist Gert Mechel. Er baut auf die Arbeit von Volker Kreisel auf und hat zahlreiche Fotos eingescannt und zu einem digitalen Bildarchiv zusammengetragen, das bereits rund viertausend Fotos umfasst.
Wir rufen alle Brenndörfer und Freunde auf, alte und neue Fotos nicht zu „entsorgen“, sondern Gert Mechel, Steylerstraße 46, 86666 Burgheim, Tel.: (0 84 32) 26 36 66, E-Mail: jugend@brenndorf.de, zuzusenden. Fotos sind genauso wichtig wie Briefe, Tagebücher oder andere Unterlagen, sie dokumentieren die Geschichte Brenndorfs und der Brenndörfer.

 

Regionaltreffen
Die regionalen Untergliederungen, die Nachbarschaften in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werden von der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ koordiniert, arbeiten aber als selbstständige Gruppen. Sie organisieren kleine Treffen in den Jahren, in denen es kein großes Brenndörfer Treffen gibt. In Bayern luden Laura und Hans Darabas regelmäßig zu Treffen in das Gasthaus „Neuwirt“ in Garching bei München ein. Die drei letzten Treffen fanden 2010, 2011 und am 18. Oktober 2014 statt. Hans und Laura Darabas haben bekannt gegeben, dass dies das letzte Treffen war, das sie organisiert haben. Wir danken ihnen für ihre Treue, ihren Fleiß, ihre Liebe, mit der sie seit 2001 das Brenndörfer Regionaltreffen in Garching veranstaltet haben.
Annerose Kloos hat zugesagt, die Regionaltreffen in Bayern künftig zu organisieren. Das nächste Treffen findet voraussichtlich im Herbst 2016 im Pelkovenschlössl in München-Moosach statt.
In Nordrhein-Westfalen organisierten Rainer und Monika Schuster das letzte Regionaltreffen am 1. November 2008 in St. Augustin in Bonn. Wir hoffen, dass weitere Veranstaltungen folgen. Als Veranstaltungsort bietet sich der kleine Saal des Kulturhauses in Drabenderhöhe an.
Für die Treffen in Baden-Württemberg (das Letzte fand 1999 statt) suchen wir weiterhin Organisatoren und rufen geeignete Ehepaare auf, sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.
Des Weiteren ermuntern wir die Brenndörfer, dem Beispiel anderer Burzenländer Gemeinden zu folgen und öfter Klassentreffen und Familientreffen zu organisieren. Auch bei diesen Zusammenkünften wird Brenndörfer Gemeinschaft in kleinem, überschaubaren Rahmen gepflegt, es werden Erinnerungen und Neuigkeiten ausgetauscht.

 

Brenndorf im Internet
Brenndorf ist seit 2001 im weltweiten Datennetz unter der Adresse www.brenndorf.de vertreten. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum (2011) hat Edmund Seimen die Homepage www.brenndorf.de mit einem neuen Design gestaltet. Die Texte und Bilder sind übersichtlicher, moderner aufbereitet. In der Rubrik „Aktuelles“ erscheinen Berichte, Mitteilungen, Initiativen und Aufrufe der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ sowie Nachrichten über das aktuelle Geschehen in Brenndorf. Die Heimatbriefe sind im pdf-Format archiviert. Unter  „Links und Publikationen“ findet man Internetadressen mit Bezug zu Brenndorf, dem Burzenland und Siebenbürgen. Weitere Infos über Brenndorf sind auch unter der Adresse www.siebenbuerger.de/ortschaften/brenndorf/ abrufbar.

 

Beiträge und Spenden
Die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ betreut in Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz, Schweden, den USA und Kanada etwa 700 Familien. Etwa drei Viertel von ihnen sind aktive Mitglieder, die die Arbeit des Vorstandes durch freiwillige Spenden regelmäßig unterstützen. Der überwiegende Teil der Brenndörfer kommt diesen „Pflichten“ also gewissenhaft nach. Auf dieser Grundlage kann auch die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ihre Aufgaben zum Wohle unserer Landsleute erfüllen. Als Gegenleistung erhalten unsere Mitglieder regelmäßig die Heimatbriefe und den Burzenländer Kalender zugeschickt. Neue Adressen werden jeweils im Heimatbrief veröffentlicht. Da in den letzten Jahren nur wenige Brenndörfer umgezogen sind, ist das nächste Adressenheft erst für Dezember 2015 geplant.
Der Vorstand dankt euch für jede Spende, die auf das Konto der Dorfgemeinschaft eingezahlt wurde, und versichert, dass diese Gelder ausschließlich unserer Gemeinschaft zugute kommen.
Dem Vorstand ist es gelungen, zwei sachkundige Rechnungsprüferinnen zu gewinnen: Edda Rhein und Herta Seimen-Sperlich. Sie überprüfen die Bücher jährlich. Wer sich über die Buchführung informieren möchte, kann die Unterlagen bei Kassenwart Edmund Seimen während des zwölften Nachbarschaftstages in Brackenheim einsehen.
Neues Denkmal in Brenndorf
Die evangelische Diasporagemeinde Brenndorf hat im Frühjahr 2009 die „Dorgemeinschaft der Brenndörfer“ gebeten, beratend an einer neuen Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Deportation in die Sowjetunion mitzuwirken. Einen Entwurf für das neue Denkmal auf dem Friedhof hat der Brenndörfer Künstler Reinhardt Schuster (Bonn) erarbeitet. Aufgrund der genauen Maße des Denkmals, die uns Reinhardt Schuster kürzlich mitgeteilt hat, wird die Kirchengemeinde Brenndorf einen Steinmetz mit der Errichtung des Denkmals beauftragen.
Otto Gliebe hat Listen der Opfer des ersten und zweiten Weltkrieges und der Deportation korrigiert (siehe „Briefe aus Brenndorf“, Folge 70 von Weihnachten 2019). Die Gedenktafeln sollen in der Kirche angebracht werden.

 

Hilfe für Brenndorf
Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 hat die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ die Bindung zu Brenndorf stets aufrechterhalten. Nach der Wende wird den dort Verbliebenen durch die Weihnachtsbescherung, die jedes Jahr allen Familien der Kirchengemeinde überreicht wird, geholfen. Die evangelische Diasporagemeinde Brenndorf zählt zurzeit 45 Seelen (Erwachsene und Kinder), die je etwa zur Hälfte in Brenndorf und bei der Zuckerfabrik wohnen. Betreut wird die Gemeinde von Pfarrer Dr. Peter Klein (Petersberg). Mit der Kirchengemeinde arbeitet die HOG Brenndorf sehr gut zusammen, was sehr wichtig ist, um unseren Landsleuten helfen zu können.
Gemeinschaftsfeste wie Adventsfeiern oder die Zusammenkünfte, die nach den monatlichen Gottesdiensten im Pfarrhaus stattfinden, fördern den Zusammenhalt. Brennpunkt des Geschehens ist das Pfarrhaus, wo seit Mai 2008 vier Gästezimmer für Besucher bereitstehen. „Manfred Copony hat die vier Gästezimmer mit viel Liebe renovieren und fertigstellen lassen.


Die Friedhofspflege in Brenndorf wird durch Spenden unserer Mitglieder finanziell getragen. Seit Anfang 2008 wird der Friedhof von drei Personen gepflegt: Hans Zacharias, Manfred Copony und Hilda Schuster. Die Gräber und Stege werden mehrmals im Jahr gesäubert, die Hecken werden zwei Mal geschnitten und das Gras wird zwei Mal gemäht.

 

Kirchenrenovierung
Die vom Erdbeben im Mai 1990 heimgesuchte evangelische Kirche in Brenndorf musste dringend renoviert werden. Der Kronstädter Kirchenbezirk trat im Jahr 2004 mit der Bitte an die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ heran, die Kirchenreparatur finanziell zu unterstützen. Diesem Hilferuf ist der Vorstand nachkommen und sammelt seit dem Weihnachtsheft 2004 der „Briefe aus Brenndorf“ Spenden unter den Mitgliedern der „Dorfgemeinschaft“. Alle Brenndörfer und deren Freunde wurden aufgerufen, die Kirchenrenovierung durch Spenden zu unterstützen. Viele sind diesem Aufruf nachgekommen und haben seit 2004 rund 32.200 Euro gespendet. Dafür möchte sich der Vorstand der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ganz herzlich bedanken. Alle Spender haben gezeigt, dass ihnen das Schicksal der evangelischen Kirche und unseres Kulturerbes auch nach ihrer Auswanderung nicht gleichgültig ist.
Erste Sicherungsmaßnahmen wurden schon von Mai bis Juli 2004 durchgeführt.
2013 wurden gleich zwei Bauetappen durchgeführt. Von März bis Juli 2013 wurde die Saaldecke repariert und gemalt, der Kirchhof abgesenkt und gepflastert, eine Abflussrinne wurde eingerichtet und das Fundament der Kirchen repariert. Finanziert wurden diese Bauarbeiten von der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ mit 18.000 Euro, der Kirchengemeinde Brenndorf mit 18.395 Euro (aus dem Erlös der Lehrerwohnung in der Schulgasse, die verkauft wurde) und der Siebenbürgisch-Sächsische Stiftung mit 2.000 Euro.
In einer zweiten Bauetappe, von September bis Mitte November 2013, wurden die Innenwände der Kirche repariert und neu gemalt, die Kirchentraufe wurde mit neuen Ziegeln gedeckt. Die Innenraumrenovierung wurde mit 30.348 Euro vom Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert, die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ und die Kirchengemeinde Brenndorf beteiligten sich mit je 2.500 Euro. Zudem wurde aus Mitteln der Kirchengemeinde die Elektrozuleitung zur Kirche, inklusive Sicherungskasten, komplett erneuert.
So war es möglich am zweiten Advent, dem 8. Dezember 2013, die Kirche in Brenndorf einzuweihen, nachdem sie 13 Jahre lang aus Sicherheitsgründen für Gottesdienste und Besucher gesperrt war. Den Gottesdienst zelebrierte Bischof Reinhart Guib zusammen mit den Pfarrern Dr. Peter Klein (Petersberg/Brenndorf) und András Pal (Tartlau). Bischof Reinhart Guib sagte in seiner Predigt: „Mit Vertrauen in den Herrn, der Türen auftut, hoffen wir, dass die Förderer auch 2014 dranbleiben und mit vereinten Kräften auch die Außenrenovierung durchgeführt werden kann.“ Er regte an, nach Abschluss der Bauarbeiten ein großes Heimattreffen aller Brenndörfer zu organisieren, auch jener aus dem Ausland.
Bei der anschließenden Adventsfeier würdigte der deutsche Generalkonsul Thomas Gerlach die Heimatortsgemeinschaften, die – neben dem Forum und der Kirche – der dritte „tragende Pfeiler für die Zukunft der Siebenbürger Sachsen in Rumänien“ seien. Die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ war bei der Feier durch Siegbert Bruss vertreten.
Von April bis Juni 2014 hat die Evangelische Kirchengemeinde Brenndorf aus Eigenmitteln (ca. 7.500 Euro) weitere Kirchenarbeiten durchgeführt. Die Mauern an der Straßenfront und die alte Friedhofsmauer wurden verputzt, neu gedeckt und angestrichen. Zudem wurde das Einfahrtstor in den Kirchhof erneuert.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in Berlin hat im September 2014 einen Förderantrag zur Renovierung des Kirchturms in Brenndorf genehmigt. Damit soll der Verfall des Kirchturms verhindert und als integraler Bestandteil der Kirche wieder für Besucher genutzt werden. Die Bauarbeiten haben im vorigen Herbst begonnen und werden bis Juni 2015 abgeschlossen. Finanziert werden die Arbeiten (insgesamt von 36.026 Euro) von der deutschen Bundesregierung (28.415 Euro), der Kirchengemeinde Brenndorf (2.611 Euro), der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer und Siebenbürgisch-Sächsischen Stiftung (je 2.500 Euro).
Nach  Abschluss der Kirchturmrenovierung findet am Sonntag, dem 26. Juli 2015, ein Dankesgottesdienst in der evangelischen Kirche in Brenndorf statt. Dazu lädt die Kirchgemeinde alle Brenndörfer von nah und fern ein.

 

Aufruf zum Mitwirken
Beim Treffen in Brackenheim stehen Neuwahlen an. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden sich voraussichtlich wieder zur Wahl stellen. Wir bitten aber auch alle anderen Brenndörfer, die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ und unseren Heimatbrief durch ihren persönlichen Einsatz, durch Ideen und Textbeiträge zu unterstützen. Wir bitten alle Brenndörfer, Anregungen zu machen oder Kritik zur Sprache zu bringen, denn nur durch ständigen Dialog und Austausch können wir unsere Arbeit verbessern.
Siegbert Bruss

(Briefe aus Brenndorf, Folge 79, Pfingsten 2015)​